Stimmen

Eva Kroll mit ihrem Chihuahua Rudel Ein Chihuahua von 2,5 Kg und mehr ist ein ausdauernder, lauffreudiger Hund. Ein Chihuahua der 3,5kg oder 4 Kg hat ist immer noch ein kleiner Hund. Wieso werden hier erbgesunde Hunde von der Zucht ausgeschlossen?

Mit Sorge beobachten wir die Entwicklung der letzten Jahre. Die Nachfrage von immer kleineren Chihuahuas wird, unserer Meinung nach, von verantwortungslosen Vermehrern befriedigt. Ganz zu schweigen von der neumodischen Vermehrung mit einem Defektgen (Merle) nur um eine besondere Fellfärbung zu erreichen.

Leider haben wir die Erfahrung gemacht, dass es Züchter gibt, die von den Entwicklungsphasen eines Welpen und von Genetik wenig bis gar keine Ahnung haben. Es kann doch nicht angehen, dass jeder ohne den Nachweis von Fachkenntnissen Tiere "züchten" darf. Wir sind dafür, dass Züchter Kenntnisse über die Gesunderhaltung, Genetik und der Psychologie des Hundes nachweisen müssen. Züchter müssen sich verpflichten an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.

Die Zucht muss sich in erster Linie auf die Gesundheit und die artgerechte Entwicklung des Hundes konzentrieren. Die "Schönheit" kann und darf nicht das Maß aller Dinge sein.

Leider ist der Chihuahua ein Modehund geworden, mit all den negativen Auswirkungen auf die Rasse. Wenn nicht bald etwas geschieht, kann es möglich sein, dass die Rasse Chihuahua wegen Erfüllung des Qualzuchtparagraphen verboten wird. Wir als Halter wollen weiterhin einen gesunden und wesensstarken Hund.

Unser Rudel besteht zur Zeit aus sechs Chihuahuas im Alter von 8 bis 16,5 Jahren.

Eva und Oskar Kroll, Chihuahuahalter seit 1981

Wir vom Österreichischen Rettungsdienst - ÖRD unterstützen den Dortmunder Appell, da wir mit Rettungs- und Therapiehunden arbeiten und zum Wichtigsten für uns die guten Eigenschaften und die Gesundheit eines Hundes zählen.

Weder Rasse noch Aussehen spielen bei unseren Hunden eine Rolle sondern nur die vom Hund zu erbringenden Leistungen.

Deshalb sind wir gegen die Zucht von Hunden, die nach von Menschen erstellten Schönheitsregeln und Vorstellungen erfolgen, ohne Rücksicht auf Gesundheit und Lebensqualität der Hunde.

Sofronie Walter, Referat 6 Rettungs- und Therapiehunde Österreichischer Rettungsdienst - ÖRD

Österreichischer Rettungsdienst, W.Sofronie
Wolfsspitzhündin "Grey Eyota von den Fidelen Pfoten" Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil die großen Spitze in ihrem Bestand stark gefährdet sind.

Das Beharren auf Farbreinzucht und die mangelnde Zusammenarbeit mit anderen Zuchtverbänden verschärft die Problematik des hohen Inzuchtaufkommens. Eigentlich sind Spitze ursprüngliche, langlebige, pflegeleichte und gesunde Hunde. Sie eignen sich als Familien- und Freizeithunde in besonderem Maße, sind dabei aber in der Ausbildung und Arbeit duch eine langanhaltende und gleichmäßige Leistung auch überzeugende Partner für ambitionierte Hundeführer.

Dies darf nicht zugunsten von Farbreinheit und Fellmenge gefährdet werden.

Andrea Baumbach, Züchterin von Wolfs- und Großspitzen

"Ja" zum Dortmunder Appell!

Unser Hovawart DEX starb 2002 qualvoll an einer fast unbekannten, von entsprechenden Vereinen als "irrelevant" bezeichneten Krankheit: Degenerativer Myelopathie, einer Form der "Hinterhandschwäche" die bei vielen Rassen vorkommt.

Bei der Recherche stellte ich fest , dass diese Krankheit bei weitem nicht SO selten ist, wie gerne behauptet wurde und wird. Ich stellte fest, dass es Anlass gab zu vermuten, dass es eine sehr nennenswerte Dunkelziffer gab und gibt. - Und so überlegte ich, was ich in der Trauer um unseren Freund tun könne um die Krankheit bekannter zu machen und Vereine zu bewegen, sich des Problems endlich anzunehmen.

Aus diesem Gedanken entstand "DEX das Steifftier für die Forschung". Von der bekannten Traditionsfirma STEIFF ließ ich eine 1000er Sonderserie Hovawarte herstellen die ich in einer non profit Aktion verkaufe. Sämtlicher Erlös aus dem Verkauf ( bisher 25 000 € ) fließt in die Erforschung dieser Krankheit.

Inzwischen wurde von Frau Prof. Lindblad-Toh das SOD-1 Gen als Hauptverursacher der Deg. Myelopathie entdeckt. Ein zusätzlicher "Schalter ( "modifier gen" ) wird gesucht. Die Forschung am Hovawart wird in der Vetsuisse Fakultät der Universität Bern ( Tosso Leeb ) koordiniert. Weitere Blutproben werden dringend gesucht, um das Problem endlich GANZ lösen zu können. Mit den Ergebnissen eine Zuchtplanung aufstellen zu können, die den Erkenntnissen moderner Genetik Rechnung trägt.

Alle Infos, Ansprechpartner auf www.r-eysel.de. Herzlichen Dank für Eure Mithilfe!

Martina + Reinhold Eysel

Dex
Grete Stadlbauer mit dem Sennenhundewelpen "willi" Ich möchte anderen Züchtern Mut machen den Weg einer gesunden, ausbalancierten Zucht zu gehen. Unseren Bauernhof stellten wir in den frühen 70igern auf "Biologische Landwirtschaft" um. Auch damals brauchte es Mut und wir mussten gegen so manche vorgefasste Meinung unseren Standpunkt vertreten- aber wir wurden immer mehr und heute ist die "Biologische Landwirtschaft" annerkannt.

Auch bei der ausgeglichenen Zucht werden wir immer mehr und ein Licht wird dann auch in die engste Vereinsstube scheinen.
Es ist es wert!

Grete Stadlbauer, Sennenhunde Züchter im VDH/ÖKV/FCI

Als Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) appelliere ich seit Jahren an den Verantwortlichen für eine besser kontrollierte Zucht. Die wiederholten (vermeintlichen) Schritte bezüglich der Bekämpfung der schweren Krankheit Hüftgelenksdysplasie (HD) sind nur (beispielhafte) Augenwischerei, es werden (seit Jahrzehnten) vom Verein (der größte kynologische Verein der Welt) keine zuchtlenkende Maßnahmen ergriffen. Ganz entgegen den Vereinsstatuten, die eine gewerbliche Zucht aufs Strengste untersagen, wird die Zucht dominiert von einigen wenigen Geschäftsleuten (gewerblich angemeldet übrigens!!), es regieren die Deckrüden-Besitzer mit ihren Photoshop-Champions.

Wie mir die Wissenschaftler der HD/ED Kommission in Zürich geschrieben haben:
„Die Datenlage ist erdrückend. HD könnte bereits mit den jetzigen züchterischen Methoden auf ein sehr tiefes Niveau gesenkt werden. Wenn zusätzlich eine Nachkommen-Kontrolle eingeführt würde, wäre das Problem HD praktisch gelöst. Das beweist zum Beispiel die Blindenführhundeschule in Allschwil (Schweiz), die bei ihrer Labrador Retriever Zucht HD weitgehend eliminiert hat. Auch eine Zuchtwertschätzung würde die Situation verbessern. ABER: politische, wirtschaftliche undemotionale Aspekte erlauben dies offenbar nicht. Der Druck des einzelnen Besitzers eines DSH mit HD ist nicht ausreichend, um eine Änderung zu erzwingen. Sie müssten die Funktionäre im SV, alle Züchter und die Käufer auf eine Linie bringen. Ich wünsche Ihnen dazu viel Erfolg.“

Ich hoffe sehr, dass der Dortmunder Appell jetzt neue Maßstäbe setzen kann und wird.

Jan Demeyere, www.bloggen.be/hd

Lisa, Tochter von Jan, mit Indiana
Karin Burger Doggennetz Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil die deutsche Hundezucht mit dem Status quo im 21. Jahrhundert nicht angekommen ist.
Wenn sich die Zucht von Hunden zu einem weiten Betätigungsfeld für den Tierschutz auswächst (rassespezifische Schutzorgas), wenn die Zucht von Hunden zur Vermögengrundlage von Tierärzten und Kliniken wird, wenn canine Zuchtprodukte das Leben ihrer Käufer und Halter nicht bereichern, sondern über neue Leidensfacetten belehren, dann ist Zucht unethisch! Verbände, die sich den "ältesten kynologischen Rassezuchtverein Deutschlands" balkenbreit über ihr Treiben schreiben, gehören ins Museum, nicht aber in eine verantwortlich agierende Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

Eine de facto Massenproduktion von Hunden, die nicht einmal mehr über vitale Lebensfunktionen verfügen, mit einer Lebenserwartung von nur wenigen Jahren sind ethischer Terror, der nur denen nützt, die diesen Terror organisieren, verwalten und aus einem fatalen Gerüst staubknöcherner Strukturen heraus verteidigen.

Der Impuls, der hinter dem Dortmunder Appell steht, trägt deshalb weit über das Thema Hunde, Tierschutz und Ethik hinausreichende Hoffnung!

Karin Burger, Doggen-Netz


Meine mehr als 10 jährige Erfahrung im Umfeld der Eurasierzucht, lässt mich zu dem Schluss kommen, dass ein Umdenken dringend notwendig ist.
Rassen können nur durch ständige Zuführung neuen Blutes auf Dauer genetisch gesund erhalten werden. Inzucht und Linienzucht (letztendlich auch Inzucht) müssen konsequent verhindert werden.

Weiterhin ist es höchste Zeit, dass unabhängige Kontrollen für die Einhaltung der Zuchtregularien eingeführt werden. Die Eigenkontrolle der Vereine und Verbände ist - wie bei praktisch allen Arten von Selbstkontrolle in jedweden gesellschaftlichen Bereich - vollkommen ungenügend.
Der Dortmunder Appell kann ein erster Schritt sein, die Verantwortlichen zu wecken. Deshalb unterstütze ich den Appell aus voller Überzeugung.

Johann Bucher, Eurasierzüchter im VDH

Jo Bucher mit Briska
Claudia Fuhrmann mit Dogge und 2 Bullys Ich unterstütze den Appell, weil ....

+ es nicht sein kann, dass wir mit unseren übertrieben nach Standard und Schönheit gezüchteten Rassehunden ganze Tierkliniken und deren Tierärzte beschäftigen, die oftmals ein Hundeleben lang mit der Wiederherstellung der Grundfunktionen, wie Laufen, Atmen, Sehen beschäftigt sind....

+ in Folge dessen ganz neue OP-Techniken erfunden und entwickelt werden müssen, um diesen Hunden niemals ein beschwerdefreies, jedoch ein annähernd normales Leben zu ermöglichen....

+ ich mir wünsche, dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Rassehunde wieder wenigstens auf 10 Jahre angehoben wird....

+ ich mir wieder wesensfeste und instinksichere Hunde wünsche....

Claudia Fuhrmann, Besitzerin eines Qualzuchtbullys


Wohl und Gesundheit in den Mittelpunkt der Zucht zu stellen, halte ich für dringend erforderlich. Deshalb unterstütze ich diesen Appell ohne Abstriche.
Die erwähnten negativen, bis ins Tierquälerische ausufernden Züchtungsversuche und -ergebnisse, die weniger durch Tierliebe, sondern mehr von Mode und menschlicher Eitelkeit geprägt sind, sollten möglichst bald verboten werden. Bekanntlich ist es immer sehr schwer, gegen "Vereinsmeierei", Behörden und Leute in verantwortlichen Positionen vorzugehen, die dort das Sagen (und die Macht) haben. Diese sollten sich verstärkt am Tierschutzgesetz und dessen Einhaltung orientieren.

Wir bräuchten inzwischen nach all den erwähnten negativen Zuchtergebnissen schon eine Art von "Ethik-Kommission" im Bereich der Hundezucht, wenn wir es mit unserer Tierliebe wirklich Ernst meinen. So hört man den Ausspruch "Das ist doch nur ein Tier" auch heute noch hin und wieder. Ein Skandal!

Klaus Hoffmann, Hundefreund mit Entlebucher Sennenhund Rocco


Klaus Hoffmann mit Rocco, Entlebucher Sennenhund
Frau Scheffe mit Cavalier Tommy Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil mein Freund Hund mich jahrelang gesund begleiten soll und ich kein Interesse habe, durch mein Rassetier mir ein vielschichtiges veterinärmedizinisches Wissen aneignen zu müssen...

Anneliese Scheffe mit Cavalier King Charles Spaniel Tommy

Seit meiner Geburt bin ich mit Boxern und Bulldogs aufgewachsen. Vor 15 Jahren dann der erste "eigene" Bulldog, unser Willi.
Es eröffnete sich nach und nach ein Abgrund, der mein Vertrauen in die Hundezucht erschütterte. Eben weil ich meine Hunde liebe, kann ich nicht zuschauen, wenn Gesundheit und Lebensfreude unserer Hunde schon bei der Zucht sträflich mißachtet werden.

Christoph Jung mit dem gesunden, aber "zu leichten" Bruno und der ehemaligen Zuchthündin Berta, "typisch" schweratmend

Chris Jung mit 2 Bulldogs
Ich stehe hinter diesem Appell. Weil er ganz klar die IST Problematik zum Ausdruck bringt und Forderungen stellt, die wir für den gesunden lebenswerten Fortbestand unserer Rassen dringend brauchen.

Und es kann und darf nicht sein, dass auf Kosten der Hunde vermehrt, gezüchtet, produziert werden darf.

Gudrun Schäfer, Vorsitzende Französische und Englische Bulldoggen e.V.

Gudrun Schäfer 
Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil ich für strenge gesundheitliche Kontrollen der Zuchttiere bin, um auf diesem Wege in wenigen Generationen eine wesentliche Verbesserung der Erberkrankungen wie HD, Keilwirbel etc. zu erreichen.

Elke Steube, 2. Vorsitzende Französische und Englische Bulldoggen e.V.


Ich unterstütze diesen Appell, da wir hier in Deutschland unbedingt strengere Kontrollen brauchen!

Ich züchte seit einigen Jahren Australian Shepherd! Die Hunde werden immer mehr krank gezüchtet und das MUSS unterbunden werden!!!

Ein Beispiel: In dem "angeblich" grössten Zuchtverein Deutschland`s ist es erlaubt bei den Australian Shepherds mit C-Hüften zu züchten! Das ist bereits HD und absolut indiskutabel!
Viele verstecken sich unter den Zuchtvereinen und treiben ihre Spielchen! Das muss strenger kontrolliert werden! Um unsere Rassehunde wieder gesünder zu bekommen - was beim Australian Shepherd "Gott sei Dank" noch der Fall ist!

Ivonne Amler, Lakeland Aussies Züchterin aus Franken


Ivonne Amler
Heike Beuse mit Gina ...wir können nicht hergehen und die Augen verschliessen.
Wir können auch nicht hergehen und "die drei Affen" nachahmen…
es ist Zeit, längst überfällig Zeit…
Partei für unsere Hunde zu ergreifen. Das wunderbare Geschöpf, welches dem Menschen so nahe steht.
Wir dürfen nicht tatenlos zuschauen wie Rassen durch unkontrollierte Zucht Leiden ertragen müssen…
Leiden, welche die Existenz zur Qual werden lassen. Qual die durch uns Menschen verursacht wird…

Wir kämpfen für die Gesundheit und das Wohl der Hunde - kämpfen Sie mit…..

Heike Beuse, Absolut-Hund GbR, mit Gina

Ich züchte seit 2002 im VDH, erst die Rasse Cavalier King Charles Spaniel und zuletzt Tibet Spaniel ...
Ich habe meine Cavalier Zucht ruhen lassen und den Kampf gegen Qualzuchten aufgenommen, ich bemühe mich intensiv um eine gesundheitsfördernde Rassehundezucht, wo alle VDH Vereine und Züchter im Interesse gesunder Rassehunde, intensiv gesundheitsfördernd zusammen arbeiten! Seitdem werde ich in Züchterkreisen leider als Nestbeschmutzer tituliert.

Ich finde, daß der Dortmunder Appell den richtigen Weg einschlägt und viele Tierliebende sollten diesem Weg folgen!!! Ich gehe mit!!!

Kirsten Schiemann, Züchterin im VDH mit Tibet Spaniel Sunny

Kirsten mit Sunny
Appenzeller Sennenhunde Wir haben einen neuen Verein (VGAS) gegründet, da wir mit der Zucht im bestehenden Verein nicht mehr einverstanden waren.

- Wir wollen genetisch gesunde und wesensstarke Appenzeller züchten - nicht nur "schöni Höndli"

- Wir wollen in unserem Verein transparent sein, auf den Stammbäumen unserer Hunde sind die Erbkrankheiten bis in die 4. Generation ersichtlich, damit kein Züchter sagen kann: "Das habe ich nicht gewusst".

Liebe Züchter, entwickeln Sie Eigeninitiative und züchten Sie nach genetischen Richtlinien, züchten Sie gesunde Hunde. Jeder Käufer hat das Recht, für sein Geld einen gesunden Hund zu erhalten, von der Schönheit hat er letzt-endlich nichts.

Tun Sie etwas mehr, als vom Zuchtverband vorgeschrieben. Es nützt nichts wenn in einer Rasse, nebst HD auch ED, PL und EU (oder andere) Probleme bestehen, aber nur nach der HD gezüchtet wird. Dafür aber mit ED, PL und EU belasteten Hunden frisch fröhlich weiter gezüchtet wird.
Wie es in der Schweiz und Deutschland bei unserer Rasse leider immer noch von fast allen Züchtern praktiziert wird.

Doris Meier und Sonja Sollberger Appenzeller Sennenhunde Züchter in der Schweiz

Als Mopsbesitzerin beklage ich, dass der Mops-Standard seit Jahren immer extremer zu Lasten eines lebenswerten Lebens ausgelegt worden ist. Eine perverse Verquickung von Ausstellungsrichter-Urteilen, verantwortungsloser Linienzucht und uninformierten Käufern führte dazu, dass bekannte Kynologen von Qualzucht bei Möpsen sprechen! Möpse opfern ihre Lebensqualität, um uns zu gefallen. Das darf nicht so weitergehen!

Eine Umkehr in der Mopszucht möchte ich weder auf Fremdeinkreuzung noch auf Rassereinheit beschränken, und ich fordere dazu auf, das gesamte Genpotenzial des Mopses zu nutzen und auch einen ehrlichen internationalen Austausch vorzunehmen! Ich unterstütze den Dortmunder Appell vor allem darin, die neuen ethischen Grundsätze umzusetzen – ohne konkurrierende Vereinsmeierei.

Agnes Sickert-Peters, Lehrerin mit zukünftigem Schulbegleitmops Suki

 
 Agnes Sickert-Peters, Lehrerin mit zukünftigem Schulbegleitmops Suki
Monika Kratzer Als Halterin eines im VDH gezogenen Mopses bin ich mit dem tagtäglichen Leid dieses armen Kerls konfrontiert. Alleine dieses Beispiel zeigte und zeigt mir, dass es so nicht richtig sein kann. Körperliche Unversehrtheit muss ein Grundrecht unserer Hunde sein. Darum züchte ich Retro-Möpse (Mopszucht mit einem Fremdanteil zur schnellen und zuverlässigen Verbesserung der Lebensqualität). Leider sind solche Zuchtmaßnahmen in den meisten Vereinen nicht erlaubt. Zum Wohl unserer Hunde müssen In- und Engzuchtmaßnahmen sowie künstliche Beschränkungen der Zuchtpopulationen vermieden werden. Bei extremen Erscheinungsformen oder kleinen Zuchtpopulationen sollten sich Auszuchtmaßnahmen mit passender Fremdrasse und Rückzucht auf die Ursprungsrasse wieder etablieren. Mit solchen Maßnahmen wird den modernen Erkenntnissen der Populationsgenetik Rechnung getragen. Der Schwerpunkt in der Hundezucht muss sich auf Beschwerdefreiheit, Gesundheit, Fitness und Instinktsicherheit richten - bedingungslos.

Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil diese Forderung an die Hundezucht einfach nicht oft genug ausgesprochen bzw. veröffentlicht werden kann. Ich hoffe sehr, dass dieser Appell Resonanz und Erfolg bringen wird.

Monika Katzer Retro-Mopszucht von Moni's Mopsbande

Ich unterstütze den Dortmunder Appell für eine Wende in der Hundezucht, da für mich als Züchterin die Gesundheit und das Wesen in der Rassehundezucht einen sehr hohen Stellenwert hat.

Bevor ich mir meinen ersten Hund vom Züchter kaufte, habe ich mich lange zuvor mit den unterschiedlichen Rassen beschäftigt. Schließlich habe ich mit dem Sheltie den idealen Hund für mich gefunden.

Liebe Grüße von den Shelties of Atocha und viel Erfolg für den Appell; denn nur wenn wir offen und ehrlich über die Gesundheit unserer Hunde sprechen, werden wir in der Zukunft etwas für die Rassen verändern können und zu verändern gibt es noch eine Menge.

Ute Freitag, Shelties of Atocha im VDH

Ruth Reheuser mit Do-Khyi Acki, nach über 350 fokalen und generalisierten Epilepsieanfällen mit 19 Monaten eingeschläfert werden musste Solange ich denken kann begleiten mich Hunde durch mein Leben. Wir, meine Familie und ich, haben ausgebildet und auch ab- und zu ausgestellt, uns engagiert. Die 1960er Jahre, den Beginn der Rassehundezucht bis heute habe ich interessiert miterlebt. Auch wie sich in Lauf dieser Jahre unzählige Hunderassen verändert haben. Der Mensch im Wunsch sich einen Hund anzuschaffen. Um unserer heutigen Rasse Do-Khyi etwas, von dem was wir noch erhalten haben, zurück zu geben hatten wir uns ausführlich auf einen Wurf zum Erhalt einer alten Seitenzuchtlinie vorbereitet. Das haben wir inzwischen eingestellt.

In der Zeitschrift Der Spiegel, Nr.36/31.08.09, gelesen: "…. Bei Verwandten-Ehen über mehrere Generationen steige das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, im Einzelfall mitunter auf 25%..." Soweit zum Menschen.

Es ist ja nicht so, dass keine ausreichenden Kenntnisse über die Auswirkungen von Engzucht vorhanden wären! Vor diesem Hintergrund müssen wir auch unsere Hundezucht betrachten! Noch vor 20 Jahren haben mich solche Gedanken nicht beschäftigt. Dann habe ich den Do-Khyi kennen gelernt. Ich liebe diese Hunderasse, deren Wesen, ihre Art sich mit ihrem Halter geistig zu messen…ihn herauszufordern und in Frage zu stellen!

Darf man es zulassen, dass manche Züchter die Zucht einer Rasse nur als eine Art *kreativen Schöpfungsakt* betrachten?

Die Vermarktung unserer Hunderassen bestimmt das Bild in der Öffentlichkeit und ist eine der Hauptursachen für die zunehmende Unsicherheit, Angst und Verärgerung gegenüber Hunden und Haltern in der Öffentlichkeit.
Unsere Hunde brauchen eine Vertretung ohne den Blick auf Absatzmarkt und dessen Interessenskonflikte! Aus diesem Grund unterstütze ich den Dortmunder Appell und hoffe auf eine grundlegende Wende in der Hundezucht!

Ruth Reheuser

Ich züchte seit Jahren Gordon-Setter.

Ich bin für den Dortmunder Appell,
weil für mich Wohl und Gesundheit der Hunde im Vordergrund stehen,
weil in den letzten Jahren gerade bei der Engzucht der Gordon Settern vermehrt Augenkrankheiten, Tumore, Knochenkrankheiten und auch schwere HD aufgetreten ist,
weil die Lebenserwartung dieser herrlichen Tiere gesunken ist.

Ich bin weiter dafür, dass die Zuchtiere stärker gesundheitlich untersucht werden sollen.

Anita Bräu, Gordon Setter Züchterin im ÖKV/FCI

Gordon Setter
Chow Chow Es wird nie den perfekten, gesunden, idealen Hund geben. Wie es auch nicht den perfekten Menschen gibt. Doch wenn ich mich der Hundezucht verschreibe, dann ist es meine Pflicht, nicht nur nach dem optimalen Äußeren zu suchen, sondern, im Gegenteil, die optimale Gesundheit in den Vordergrund zu stellen.
Beim Chow Chow hat bereits ein Umdenken begonnen und den extrem schweren Typ, dem es beinahe unmöglich ist, mehrere Runden im Ausstellungsring zu laufen oder mehr als zwanzig Minuten mit seinem Besitzer Gassi zu gehen, findet man seltener. Der leichtere, offenere Typ mit gesunden Augen, der frei und ohne Röcheln atmet, der freudig eine Stunde spazieren geht, ist mehr und mehr verbreitet.

Und siehe da - allen Unkenrufen zum Trotz - ist es immer noch ein typvoller Chow Chow mit allen übrigen persönlichen und auch äußeren Merkmalen, die wir Fans an dieser Rasse lieben. Wir sind noch lange nicht am Ziel angekommen und es bedarf noch vieler engagierter, zum Neudenken bereiter Züchter, die nicht scheuen, sich Zunge und Finger zu verbrennen, die nicht nur nach pekuniärem Erfolg streben (um jeden Preis und immer auf Kosten des Hundes), sondern sich der Verantwortung bewusst sind, die auf ihren Schultern ruht.

Ich hoffe sehr, dass durch diesen Appell viele Züchter der unterschiedlichsten Rassen angesprochen werden, nachdenken, umdenken und mit neu erwachtem Idealismus züchten und somit auch wieder das in der Öffentlichkeit angekratzte Image des Rassehundzüchters verbessert wird.

Unsere Hunde danken es uns allemal. Und letztlich geht es doch um ihr Wohl, oder nicht?!

Antje dela Porte, Chow Chow Züchterin

Der Samojede war die erste anerkannte Schlittenhunde-Rasse überhaupt.
Schaut man sich die Fotos der ersten Samojeden an, die z.B. von den Polar-Expeditionen Nansens zurück kamen, sieht man schnell einen Unterschied zu den modernen Hunden. Der ambitionierte Show-Züchter wird es als Verbesserung sehen, oder nicht zugeben wollen dass die Rasse ihr Erscheinungsbild stark verändert hat. Der moderne Samojede hat sehr langes Fell, oft einen bärig wirkenden Kopf. Ursprünglich waren die Hunde auch kleiner.

Die Bevorzugung bestimmter Champions in der Zucht hat den Haplotypus verkleinert. Die genetische Vielfalt ging in vieler Hinsicht verloren. Sportlich/ursprünglich aussehende Hunde gewinnen auf Zuchtschauen keine Preise. Sie werden in der Zucht nicht berücksichtigt. Der Standard wird in eine Richtung interpretiert, die die Vielfalt,die ursprünglichen Typen völlig verschwinden lässt. So soll der Samojede seinen Jagdtrieb verlieren und sofatauglicher werden.

Genetisch bedingte Erkrankungen nehmen auch beim Samojeden zu. Die statistischen Erhebungen aus den USA zu diesem Thema finden in Europa wenig Beachtung, die Befunde werden sich aber auch in Europa häufen. HD kann sicher heute gut bekämpft werden, alle anderen Probleme werden durch die Zucht auf einen bärigen Phänotyp verstärkt werden.

Manche der Show Champions haben das Samojeden-Lächeln bereits verloren, sie werden ihre Gründe haben.

Sabine van Wel, Schlittenhunde Nordicspirit Kennel

Samojeden
Pinscher Zwergpinscher sind kleine sportliche Hunde, die immer beliebter werden. Doch wie bei allen Rassen schleichen sich auch bei diesen Zwergen genetische Defekte ein. Als Züchter sollten wir der Verantwortung "unserer gewählten Rasse" gerecht werden und auf eine Zucht Wert legen, die die Gesundheit unserer Hunde an erste Stelle stellt. Doch wie sieht es bei den Zwergpinschern und ihren Züchtern aus ? ...

Tierschutz hört oft bei der Geldbörse auf. Schon billige Untersuchungsmethoden wie die Untersuchung der Patella oder Augen werden nicht wahrgenommen, weil diese 40.- € im Jahr pro Hund zuviel kosten würde. ...

Jeder Züchter hat seine eigene Ethik. Einige ruhen sich auf dem Namen des Verbandes aus, andere erklären, ohne jemals eine Untersuchung gemacht zu haben, "meine Hunde sind gesund" (weil Untersuchungen nicht vorgeschrieben werden) und dann gibt es einige Idealisten, die tatsächlich die Gesundheit der Rasse an erste Stelle stellen. Leider ist das sehr aufwändig.

Meine Hunde werden "alle" vor Zuchteinsatz untersucht! Meine Zucht wird durch eine Langzeitstudie untermauert in der Hoffnung, so bei meiner Zwergpinscherzucht Defekte zu vermeiden. Dadurch arbeite ich über Jahre intensiv mit meinen Hundefamilien zusammen. 1 Mal im Jahr findet ein Zwergpinschertreffen statt, bei dem einige Untersuchungen und die DNA Blutproben entnommen werden können und Kontakte gepflegt werden. Ich kläre meine Käufer über Gesundheitsproblematiken auf.

Jutta Steinwitz, Zwergpinscherzucht im VDH

Ich unterstütze den Dortmunder Appell als Stellvertretende Obfrau für den Tierschutz im DZRR und als Züchterin von Rhodesian Ridgebacks.

Warum?

Nun, es gibt leider immer noch (und vielleicht auch immer mehr) Züchter in Europa, die Ridgeback-Welpen "verschwinden" lassen, da diese fehlerbehaftet sind. Das größte Problem ist die "Entsorgung" bei Welpen mit DS (Dermoid Sinus) der leider bei unseren Hunden immer mal wieder vorkommen kann.

Die Zucht auf Wesen, Gesundheit und dann erst Schönheit (und zwar genau in dieser Reihenfolge) ist das Wichtigste für unsere Rasse. Dass es aber Züchter gibt, die sich die Gesundheit im wahrsten Sinne des Wortes "ermorden" - das geht über meinen Horizont!

Da wird lieber mal ein kleiner Wurf mit fehlerlosen Welpen präsentiert (teilweise nur 3, 4 oder 5 Welpen) weil die anderen Hundebabys keine Chance bekamen, auch ein wunderbarer Freund (mit oder ohne Ridge, und mit oder ohne operiertem DS) zu sein.

Jeder Hund, jedes Tier hat Respekt verdient. Jedes Tier ist ein Wunder der Schöpfung oder der Evolution (je nach Glaubensansicht) und kein Mensch hat das Recht, einfach so über das Schicksal eines Lebewesens zu bestimmen!

Ich hoffe von Herzen, dass einige Menschen sich darüber bewusst werden, was sie tun. Und zwar auch im Voraus (!) und wieder mit Hirn und vor allem mit HERZ züchten!

Esther Albrandt und Haiba Kaisoon Caneesha

DZRR Rhodesian Ridgebacks
Heike Groß Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil ich erstens als Züchterin einer seltenen Rasse genetische Vielfalt als besonders wichtig erachte und der Überzeugung bin, daß Reinzucht zum Genverlust führt. Ich sehe eine dringende Notwendigkeit für eine Beschränkung der Deckakte bei Rüden und eine Öffnung für Hunde, die einzig wegen einer (nicht gesundheitsrelevanten) und dereinst willkürlich als solche definierte Fehlfarbe aus der Zucht ausgeschlossen werden. Gerade bei "meiner" Rasse halte ich ein schleunigstes Umdenken und eine revolutionäre Änderung des Rassestandarts für dringend erforderlich! Lieber mittelfristig einen kleinen Typverlust hinnehmen als über kurz oder lang einen Genverlust, der die Rasse in eine unumkehrbare Sackgasse führt.

Zweitens beinhaltet das selbstredend auch eine komplette Neuausrichtung des Ausstellungswesens. An erster Stelle sollten Gesundheit, Wesen und dann erst die Schönheit relevant sein für eine vorzügliche Bewertung. Zum Wohle der Hunde und der Menschen, die sich einen vierbeinigen Begleiter ins Leben holen.

Und das ist der dritte Punkt: Einem Großteil der Welpenkäufer ist viel zu wenig bekannt, daß und warum es wichtig ist, einen Hund von einem guten, ausgebildeten, verantwortungsvollen Züchter zu kaufen anstatt vom Vermehrer. Da bedarf es noch sehr viel Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, die unter anderem auf grundlegend geänderten Ausstellungen ins Bewußtsein gebracht werden kann.

Heike Groß, Riesenschnauzer-pfeffer-salz

Eine Medikamentenempfindlichkeit beim Collie ist schon lange bekannt. "Ivermectinempfindlichkeit" nannte man sie lange und dachte nur wenig an andere, ebenfalls gefährliche Wirkstoffe. Dann wurde ein Gendefekt entdeckt. Den betroffenen Hunden fehlt ein wichtiges Eiweiß, Stoffwechsel und Streßregulation sind gestört. Viele Fremdstoffe wie z. B. in Medikamenten werden nicht mehr ordentlich transportiert und können den Hund vergiften. Das kann zum Koma führen, zum Tod.
2004 fand dazu eine Studie der Universität Gießen statt, die diesen Defekt auch in Deutschland bekannt machte. Das Ergebnis: Etwa jeder dritte Collie (Lang- und Kurzhaar) ist betroffen (wie mein Finn), und auch bei einigen mit dem Collie verwandten Rassen taucht der Defekt auf. Aber der Erbgang ist bekannt - und ein Herauszüchten damit kein Problem.

Das Thema wurde bereits Anfang 2006 an den VDH gegeben, dort im Wissenschaftlichen Beirat besprochen, eine klare Zuchtstrategie wurde benannt, um auch diesen Defekt züchterisch zu bekämpfen. Und gegenüber den Vereinen, die immer noch nicht einmal freiwillig testen und den Defekt vermeiden, wurde im Sommer 2009 ein Machtwort gesprochen - vom MDR1-Defekt betroffene Welpen sollten mittels einer einfachen Zuchtvorschrift vermieden werden. Doch dann wurde dieser in meinen Augen längst überfällige und richtungsweisende Beschluss kurz darauf wieder aufgehoben. In der Begründung dazu wurden u.a. Bedenken hinsichtlich der "Zuchtbasis" und der "genetischen Diversität der Rassen" geäußert. Ja, weiß denn der VDH nicht, dass es lediglich darum geht, ein unerwünschtes Allel aus dem Genpool zu entfernen? Ein Allel, das nur Schaden anrichtet, dem Hund den Tod und den Besitzern Leid und Kosten bringen kann? Wie soll da die "Zuchtbasis" oder gar die "Diversität der Rassen" gefährdet sein?

Wie ein Hund aufgrund eines notwendigen Medikamentes stirbt, habe ich erlebt. Wie es ist, mit einem vom MDR1-Defekt betroffenen Hund zusammen zu leben, erlebe ich täglich. Aufgrund dieser Erfahrungen kann ich nur allen zukünftigen Besitzern raten: Kauft keinen vom MDR1-Defekt betroffenen Hund! Unterstützt niemanden, der defekte Hunde vermehrt! Unterstützt die Züchter, die offen mit dem Thema umgehen, ihre Testergebnisse veröffentlichen und so verpaaren, dass keine Welpen fallen, die MDR1 -/- sind! Sucht euch euren Züchter nicht nach Vereinszugehörigkeit aus, sondern nach dessen Charakter und Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Welpen und Käufern!

Und bittet den VDH, den ursprünglichen Beschluss umgehend wieder einzusetzen!

Denn ich wünsche mir nur eines: Dass der VDH ganz klar und konsequent bei seiner Linie bleibt, damit kein Mensch mehr erleben muss, was ich erleben musste. Und dass kein Züchter mehr die Gelegenheit bekommen wird, das Leben von Hunden auf´s Spiel zu setzen.

Kris Klemme, Besitzerin von Finn (MDR1 -/-)

Kris Klemme mit Finn
Sandy Löhr mit Lady Als ich 2005 mit der Colliezucht begann und Einblick in die Szene bekam, war mir schnell klar, dass es in der Rassehundezucht mehr auf Schönheit als auf Gesundheit ankommt. Überbewertete Ausstellungsergebnisse und Pokale brachten mehr Zulauf bei Deckrüden und Welpeninteressenten als Untersuchungsergebnisse. Dies hat mich damals schon schockiert und tut es heute noch.

Neben dem Standard und dem Wesen sollte an erster Stelle die Gesunderhaltung dieser eleganten und liebenswürdigen Rasse stehen. Gendefekte, die die Rasse gefährden, nehmen zu. Als verantwortungsvoller Züchter sollte man bestrebt sein, die Rasse Collie als Ganzes zu verbessern. Auch wenn es von dem Verband in dem man züchtet, nicht vorgeschrieben ist.

Nur weil die Zucht-Verbände langsam und unflexibel sind (was ja allgemein bekannt ist), heißt das nicht, dass man deswegen die bereits vorhandenen Defekte und Erkrankungen, CEA, PRA, GCS, MDR1 und alle anderen ausser Acht lassen darf. Auch nicht vom Zuchtverband vorgeschriebene Untersuchungen und Test sollten gemacht werden!

Der Collie ist mit mehreren genetisch bedingten Gesundheitsproblemen in mehr oder weniger starkem Ausmaß belastet. Und in der Rasse gibt es dazu eine mehr oder weniger intensive Selektion auf Formwert-, Leistungs- und besonders in der letzten Zeit auch auf Wesens- und Gesundheitsmerkmale.

Die einzige Möglichkeit, dieses Problem halbwegs erfolgreich in den Griff zu bekommen, bietet, die moderne Genetik. Als verantwortungsvolle Züchter können wir die "Probleme" in der Rasse Collie nur erkennen und danach handeln. Wir können unser Wissen nur sinnvoll einsetzen, was unsere Aufgabe ist. Wir können die Ergebnisse der Gentests dazu nutzen, die Rasse gesund zu erhalten und möglichst wieder gesünder zu machen.

Sandy Löhr, gesundecollies.de

Ich unterstütze den Dortmunder Appell weil, es nach ausreichend vielen wissenschaftliche Studien der direkte Zusammenhang von hohen Inzuchtkoeffizient und abnehmender Vitalität als erwiesen angesehen werden kann. (z.B: Genetische und method. Probleme bei der Erhaltung oder beiSommerfeld-Stur). Es gibt abgesicherte Erkenntnisse über die langfristige Auswirkung von Ahnenverlust und mangelnder gentischer Varianz.

Kenntnisse aus der Populationsgentik geben zum Teil klare Richtlinien vor wie mit Rassen umzugehen ist wollte man die Hunde auf Dauer gesund erhalten.

Meines Erachtens ist es Aufgabe und Pflicht der Funktionäre von Zuchtverbänden von diesen Studien Kenntnis zu nehmen, um Rassezucht gewissenhaft managen zu können. Betrachtet man jedoch das aktuelle Zuchtgeschehen, muss man davon ausgehen, dass diese Forschungsergebnisse keinen Eingang in die Rassehundezucht finden. Nach wie vor werden Hunde nach phänotypischen Extremen gezüchtet und Rassemerkmale übertypisiert, teilweise endet dieses Vorgehen in Qualzuchten.

Unterstützt wird dieses Vorgehen durch unaufgeklärte Hunde-Käufer auf der Suche nach dem "Besonderem". Käufer, die natürlich in ihrer Suche noch durch das Bild diverser Zuchtschauen und den daraus hervorgehenden Champions unterstützt werden. Zuchtverbände verwalten dabei lediglich Züchter und Hunde. Die den Verbänden zugedachte Aufgabe "Zuchtmanagement" wird leider nicht wahrgenommen und kann auf Grund des nicht vorhandenen Fachwissens z.B. zur Populationsgenetik nicht betrieben werden:
Was bleibt, ist ein Apparat zum Geld verdienen. Qualitätskontrolle findet nicht statt. In den wenigen Jahrhunderten in denen die Hundezucht verwaltet wird, ist es gelungen viele Rassen gesundheitlich an den Abgrund zu bringen. Von diesen Rassen gibt es Nachweise über ihre Existenz in ihrer jetzigen oder ähnlichen Form aus viel früheren Zeiten.

Dies sind für mich Motivation in meiner Zuchtstätte einen originären afrikanischen Azawakh zu erhalten und zu diesem Zwecke versuche ich vorhandene Erkenntnisse zur Genetik zu berücksichtigen. Aus eben diesen Gründen unterstütze ich auch den Dortmunder Appell für einen gesunde Hundezucht.

Susanne Leimgruber, Azawakh Züchterin im DWZRV

 
Susanne Leimgruber, Azawakh Züchterin im DWZRV
Liesel Baumgart mit Filou Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil es mir als Tierfreundin und Hundebuch-Autorin (insbesondere Angelo. Ein Hunde-Engel auf Erden – Vom respektvollen Umgang mit Tieren in Liebe und Harmonie) ein wichtiges Anliegen ist, dass die Menschen alle Tiere als gleichwertige Geschöpfe betrachten. Einfühlungsvermögen in die Gefühle und das Leid der Tiere muss zur Selbstverständlichkeit werden, damit sich niemand mehr über die Ethik hinwegsetzt.

Als Leiterin der Interessengemeinschaft COMING HOME zum Erhalt des echten Bearded Collies setze ich mich seit vielen Jahren dafür ein, dass Bearded Collies wieder dem Rassestandard entsprechend gezüchtet werden: ohne übertriebene „Schönheit“ (langes, üppiges Fell), gesund, intelligent sowie ohne Anzeichen von Nervosität (Ängstlichkeit) und Aggressivität. Die Mehrzahl der Züchter dieser Rasse sieht immer noch keine Notwendigkeit, die Gene der letzten standardgerechten Bearded Collies zu erhalten; Appelle an die Vernunft der Züchter verliefen im Sande. Deshalb klärt unsere Interessengemeinschaft mit der Website www.beardie-special.de Welpenkäufer darüber auf, worauf sie achten sollten, um den besten Welpen zu bekommen, der noch erhältlich ist – in der Hoffnung, dass die Nachfrage das Angebot regelt, ehe es für die Rasse zu spät ist. Unsere Interessengemeinschaft beruft sich dabei immer wieder auf den vorbildlichen Artikel des VDH in „Unser Rassehund“ 11/2001: „Wir tragen die Verantwortung“.

Er besagt,
· dass „einige Richter offenbar Merkmale dulden, die immer extremer werden, dies ohne jeglichen vernünftigen Grund“, bezüglich Temperament, Kopf, Augen, Fang, Gewicht, Haarkleid, Haut, Winkelung der Hinterhand, Bewegungsablauf.

· Zucht- und Ausstellungsrichter werden ersucht, „den Standard in der Weise zu interpretieren, dass der begutachtete Hund auch als ,funktional gesund’ eingestuft werden kann.“

· „Jegliche Abweichung in einem der vorhergehenden genannten Punkte muss als schwerer Fehler angesehen werden.“

· „Sprayen, Pudern, Färben sind nicht zulässige ,Manipulationen’ und dienen der Vortäuschung falscher Tatsachen.“ Auch hier werden die Richter aufgefordert, in Zusammenarbeit mit dem Ringpersonal „dafür Sorge zu tragen, solche Tätigkeiten – auch außerhalb des Bewertungsringes – zu unterbinden. Festgestellte Verstöße sind sofort zu ahnden.“

Passiert ist in den 8 Jahren seit der Veröffentlichung dieses Artikels nichts. Richter, die sich als Züchter selbst darüber hinwegsetzen, sind kaum geeignet, Vergehen in den eigenen Reihen zu bestrafen. Wir bitten den VDH daher nochmals dringend um unabhängige Kontrollen.

Liesel Baumgart, Autorin und langjährige Mehrhunde-Halterin

Ich unterstütze den Dortmunder Appell, weil ich möchte, dass diese wundervolle Rasse nicht schon in den Kinderschuhen kaputt gemacht wird.

Unser Lines (Bolonka zwetna) erkrankte mit 9 Monaten; anfangs dachten wir, es sei eine Reaktion auf Herbstgrasmilben. Der ganze Körper, vorzugsweise der Rücken, war mit vielen offenen Wunden, wie Dassellöcher, übersät. Er bekam Cortison und Antibiotika - im Laufe der nächsten Wochen insgesamt 5 verschiedene. Nichts half, einige Stellen verheilten, dafür taten sich neue auf. Biopsie, Hautgeschabsel und sämtliche andere Untersuchungen brachten kein vernünftiges Ergebnis, lediglich: tiefe Pyodermie ohne Erregernachweis ...
Wir haben später wieder eine Biopsie machen lassen, in Narkose und das Ergebnis war eine genetisch bedingte Autoimmunerkrankung. Lines hatte sowohl im Sommer letzten Jahres wie auch dieses mal zu Beginn sehr hohes Fieber. Die Schilddrüsenuntersuchung ergab zudem eine Schilddrüsenunterfunktion.

Nun meinen einige Bolonka zwetna Züchter, dass sie lediglich die gleiche Verpaarung nicht mehr machen sollten, jedoch bin ich der Meinung, dass man beide Elterntiere aus der Zucht nehmen müßte, zumal es um diese Linie herum noch vier weitere Hunde mit dem gleichen optischen Krankheitsbild gab bzw. gibt. Auch wenn der Deckrüde, ach noch sooo viele gesunde Welpen gezeugt hat ...

Und Anfang März ist er noch einmal, trotz bekannt werden der Erkrankung unseres und der anderen Hunde, zum Einsatz gekommen.

Sabine Hamm-Zichel mit Bolonka zwetna Conrad-Lines vom (Zwingername der Redaktion bekannt)

Bolonka zwetna Lines
Hunde von Fam.Karlowski Wir unterstützen den "Dortmunder Appel" als Tierschutzverein und als privat betroffene Hundehalter (2 Beagle, 1 Mischling im Haus lebend)! Vor fast 5 Jahren übernahmen wir als zweiten Beagle unsere Wicki. Zu der Zeit - im Rahmen unserer Tierschutzarbeit auf eine Kleinanzeige im Lokalblatt aufmerksam geworden - holten wir die Hündin mit gerade etwas über einem Jahr jung aus einer Familie zu uns, die scheinbar überfordert waren mit dem Tier. Nach einigen Monaten bekam Wicki bei uns ihren (ersten??!) epileptischen Anfall. Nach dem ersten Schock ließen wir sie bei unserem Tierarzt gründlich checken mit allen möglichen Untersuchungen und wurden in unserer Annahme bestätigt: organisch….kerngesund! Wir forschten über viele Monate intensiv nach, woher kommt Wicki tatsächlich? Wir stießen durch den "Ahnenpass" des "WRC e.V."….auf die vermeintliche Adresse der "Züchterin"…natürlich nahmen wir Kontakt auf, der direkt abgeblockt wurde auf die Nachfrage, in wie fern denn dort mit der Problematik der Epilepsie ( Zuchtbedingungen/ Genetik) umgegangen würde.

Im Internet fanden wir etliche andere Betroffene, auch einige Wurfgeschwister und Verwandte unserer Wicki. Auch stellte sich schnell heraus, dass diese "Züchterin" mehre Rassen anbot, was unseren ersten Eindruck und Vermutung somit bestätigte. Wicki hatte das Pech dort gezeugt zu werden, wo niemand sich um Genetik und das Wohl/Gesundheit des Hundes interessierte …. Bei den weiteren Nachforschungen wurde klar, dass auch bei der Rasse Beagle die genetisch bedingte Epilepsie zugenommen hat und auf Nachfrage die jeweiligen Züchter diese Tatsache gern versuchen zu vertuschen, unter den Teppich zu kehren oder fadenscheinige Begründungen hervor bringen, die schlicht und ergreifend Blödsinn sind und nicht tragbar. Blödsinnige Kommentare "..der Beagle gehört aber nicht dem erforderlichen Rassestandart an…" sind einfach "über". Rassemerkmale werden einfach übertypisiert!

Es müssen Deckakte streng geregelt und kontrolliert werden, Qualzucht die ein perverses Modebild des Menschen widerspielgelt gehört verboten( was ist mit den Ausstellungen ,auf denen nach wie vor (!!) die Hunde nicht als Hunde sondern eher als menschliches Models mit Fellfarbe und Haarspray "aufgepimpt" werden ,was- davon abgesehen- alles andere als artgerecht ist). Das Wesen und Gesunderhaltung unserer Vierbeiner müssen oberste Priorität haben und nicht die Schönheit !!! Aufklärung der Rasseinteressenten muss verstärkt werden. Zuchtverbände sind gefordert, aktuelle Studienerkenntnisse in die Zucht ein zu bringen zum Wohl der Gesundheit unserer Hunde! Denn machen wir uns nichts vor: viele Rassen sind bis heute regelrecht "niedergezüchtet" worden! Auch wenn das durch den im Vordergrund stehenden Profitgedanken Vieler nicht gern gehört wird!

Wir werden das Thema weiterhin verfolgen um gerade auch Hundeinteressenten bessere Aufklärung zum Thema bieten zu können, und auf die Missstände generell aufmerksam zu machen.

Petra & Matthias Karlowski
Europatierhilfe e.V. und in erster Linie begeisterte Hundehalter!!

Als Ernährungsberater für Hunde erlebe ich tagtäglich das Leiden kranker Hunde. Deshalb unterstütze ich den "Dortmunder Apell", in der Hoffnung dass im "Schlepptau" des Apells auch ein Augenmerk auf die Ernährung der Hunde gelegt werden wird. Denn: es nützt wenig, Hunde "gesund zu züchten", wenn sie anschließend mit nicht artgerechtem Futter sukzessive krank gemacht werden. Auch hier muß ein Umdenken stattfinden: weg von den "bequemen" modernen Fütterungsmethoden - insbesondere Trockenfutter. Von den Bestandteilen her für Hunde völlig ungeeignet und auf lange Sicht krankheitsfördernd. Hunde können nun mal nicht "vegetarisch" ernährt werden! Auch alles, was in natürlicher "Körner-Form" gewachsen ist, macht Hunde krank.

Aber auch minderwertiges Naßfutter mit dubiosen Bestandteilen (Schlachtmüll, Aromen, Konservierungsstoffe usw.) macht Hunde krank.

Artgerechte, gesunde Nahrung für Hunde richtet sich nach drei Kriterien:

hoher, natürlicher Frisch-Fleischanteil / geeignete, natürliche Beilagen / ausreichende Feuchtigkeit.

Bei beiden industriell hergestellten Futterarten geht es gnadenlos allein um den Profit - nicht um die Gesundheit der Hunde. Das muß sich ändern.

Tony Nowotny, Dinslaken, mit Maremmano Leon

Tony mit Leon